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BRASILIEN: Abholzung der Amazonas-Regenwälder schreitet dramatisch voran

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Die Abholzung des brasilianischen Amazonaswaldes lag zwischen August 2018 und Juli 2019 höher als ursprünglich gemeldet. Gesicherte Daten des staatlichen Klimainstituts Inpe vermelden nun 10.129 Quadratkilometer Waldverlust; im November war noch von 9.762 Quadratkilometern die Rede, wie brasilianische Medien (Dienstagabend Ortszeit) berichteten. Damit liege die Abholzung wieder so hoch wie seit 2008 nicht mehr.

Der nun gemeldete Wert bedeutet einen Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Zeitraum von August 2017 bis Juli 2018. Damals wurden rund 7.500 Quadratkilometer Regenwald gerodet. Die Abholzung am Amazonas hatte 2004 mit 27.772 Quadratkilometer ihren bisherigen Höchststand in diesem Jahrhundert erreicht. Danach hatte die Linksregierung der Arbeiterpartei (PT) strengere Kontrollen eingeführt. 2012 sanken die Rodungen auf den historischen Tiefststand von 4.571 Quadratkilometern.

Vor seiner Wahl im Oktober 2018 hatte der aktuelle Präsident Jair Messias Bolsonaro eine Legalisierung bis dahin illegaler Handlungen in der Amazonasregion in Aussicht gestellt. Seitdem haben Aktivitäten von Goldsuchern, Landräubern, Holzhändlern und Viehwirten wieder zugenommen. Als das staatliche Klimainstitut Mitte 2019 rasch ansteigende Abholzungszahlen vermeldete, entließ Bolsonaro den Leiter des Instituts. Man wolle ihm mit gefälschten Daten schaden, so der Präsident. Im Nachhinein erwiesen sich die Angaben des Instituts als korrekt.

#regenwald #brasilien #bolsonaro

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